GWG Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Troisdorf eG

Strategische Allianzen zur Wohnquartiersentwicklung

 

Der Rückgang der Wohnqualität und damit der Wohnzufriedenheit in einigen Stadtquartieren hat die GWG Troisdorf dazu veranlasst, durch die Bildung eines Quartiersmanagement- Netzwerks den Auf- und Ausbau von sicheren und funktionierenden Nachbarschaften zu unterstützen. Strategische Partner der GWG sind neben der Stadt Troisdorf u. a. das Berufsförderungswerk Hamm und das Diakonische Werk. Abhängig von den Ausgangssituationen und den Bedürfnissen der Bewohner werden maßgeschneiderte Konzepte realisiert.

 

Großer Handlungsbedarf in „umgekippten“ Quartieren

Jahrelang dominierten Vandalismus und Kriminalität das Geschehen in einigen Quartieren der GWG in Troisdorf. Die herkömmlichen wohnungswirtschaftlichen Maßnahmen zeigten keine Wirkung mehr, der Drogenhandel florierte, Leerstand und Fluktuation nahmen signifikant zu. Dies führte zu einer zunehmenden Anonymität in den Quartieren. Anstatt miteinander zu sprechen, ging man direkt auf Konfrontationskurs, sodass die Anzahl und Heftigkeit der nachbarschaftlichen Auseinandersetzungen zunahmen. „Es musste dringend reagiert werden, um die Abwärtsspirale zu durchbrechen“, macht Vorstand Kay Mastalski den enormen Handlungsbedarf deutlich. „Höchste Priorität räumten wir der Wiederherstellung von ruhigen, attraktiven und sicheren Nachbarschaften ein.“ Man suchte nach Möglichkeiten, beispielsweise durch Veranstaltungen Brücken zwischen den verschiedenen Bewohnergruppen zu bauen, um auf diesem Weg das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und erstmals Quartiersidentitäten zu schaffen.

 

Die Netzwerk-Partner

Eine der zentralen Voraussetzungen effektiven Quartiersmanagements ist die Vernetzung mit anderen Akteuren aus dem Stadtteil. Die GWG setzt auf die Kooperation mit dem Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Troisdorf, mit dem Diakonischen Werk und dem Berufsförderungswerk (Bfw) Hamm, einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation. „Die langfristig angelegte Kooperation der GWG mit dem Bfw bietet Umschülern zum Immobilienkaufmann die Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln und das eigene Profil abzurunden, um sich potenziellen künftigen Arbeitgebern zu empfehlen“, erklärt Martina Roßmeyer, Ausbildungsleiterin beim Bfw, den Projektansatz. Dass das Interesse und die Motivation der zwölf Umschüler groß sind, liegt u. a. daran, dass die Kontakte mit den Mietern im Rahmen von Mieterfesten, Mieterinterviews und Objektbegehungen Gelegenheit bieten, Ideen für Veränderungen und Innovationen zu entwickeln und diese in Zusammenarbeit mit der GWG auch umsetzen zu können. Es sollen unter realen Bedingungen realistische Maßnahmen realisiert werden – daher die Bezeichnung als „Realprojekt“. Die Stadt Troisdorf begrüßt das Engagement von GWG und Bfw: „Das Projekt fügt sich sehr gut in die städtischen Aktivitäten ein, um den Herausforderungen der demographischen Entwicklung in Troisdorf zu begegnen. Mit diesem bedarfsorientierten Ansatz leisten die Partner einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesamtstadt“, so Sozialdezernent Fuchs. 

 

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