Dialog Baukultur des rheinland-pfälzischen Bauministeriums

Strategische Stadtentwicklung – Treffen auf dem Trierer Petrisberg

 

Auf Einladung des rheinland-pfälzischen Finanz- und Bauministers Dr. Carsten Kühl kamen am 3. September 2010 rund 90 interessierte Gäste aus den Bereichen Politik, Architektur und Bauen auf den Petrisberg in Trier. Ihr Anliegen: die Veranstaltung des Dialogs Baukultur, mit dem Titel „Wohnen – Leben – Arbeiten – Strategische Stadtentwicklung“. Vorgestellt wurden Projekte, die nicht nur die Städte, sondern auch die Planerwelt verändert haben.
Im Vorfeld nutzte der Finanzminister die Gelegenheit, zusammen mit dem Geschäftsführer der EGP GmbH, Vertretern der Stadt Trier, der Architektenkammer Rheinland-Pfalz sowie des Finanzministeriums sich einen Einblick über das mittlerweile bebaute Areal zu verschaffen. Das ehemalige, etwa 70 Hektar große Konversionsgebiet ist nach nur sechs Jahren zum größten Teil bebaut und überzeugt nicht zuletzt durch die ansprechende Architektur.
Kühl betonte die Wichtigkeit einer strategischen Stadtentwicklung und einer engen Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern und der Kommune. Projekte wie das „Wohnen an der Wasserkante“, das Bestandteil der Bauausstellung während der Landesgartenschau 2004 auf dem Petrisberg war, oder auch das „Wohnen am Lindenplatz“, beide mit Mitteln aus dem Landesprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) gefördert, beschreiten hierbei neue Wege.
Frank Böhme, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, zeigte auf, wie wichtig Kommunikation und Abstimmungsprozesse in der Stadtentwicklung und -planung sind. Bei der Vorstellung des Projektes „Der neue Petrisberg“ wagten Jan Eitel, Geschäftsführer EGP GmbH, und Melanie Baumeister, Prokuristin EGP GmbH, einen Vergleich zwischen dem, was geplant und gewünscht war, und dem nunmehr Realisierten. Anschaulich wurde den Besuchern der Fachtagung näher gebracht, wie wichtig eine abgestimmte Planung ist und wie viel Engagement es von allen Beteiligten erfordert.
Hape Schneider, Assistent der Geschäftsführung der Hafen-City Hamburg GmbH, berichtete von der „Neuerfindung am Wasser“ in Hamburg. Nicht weniger interessant war die Präsentation eines Projektes, das 1990 anlässlich der EXPO 2000 entwickelt worden ist. Vorgestellt wurde es von Herrn Jürgen Eppinger, Ltd. Baudirektor a.D. in Hannover. Er zeigte auf, wie sich die Planungen weiter entwickelt haben und wie schon vor 20 Jahren die ökologischen Aspekte und auch die Partizipation die Planungen beeinflusst haben.