Fachpolitischer Dialog Stadtumbau West

„Stadtumbau West“ zügig evaluieren und auf hohem Niveau fortsetzen  


„Die Wahl des Orts für den heutigen fachpolitischen Dialog zum Stadtumbau West könnte nicht treffender sein – steht doch die Region des Ruhrgebiets für alle Facetten des demographischen, sozio-ökonomischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels“, sagte Burghard Schneider, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen in seiner Einführung in den fachpolitischen Dialog „Stadtumbau West“ am 25. März 2009. Veranstaltet wurde er vom GdW und dem Deutschen Städtetag in der Zeche Zollverein in Essen, um über den aktuellen Stand und die Zukunftsperspektiven des Programms Stadtumbau West zu diskutieren.
Das Programm Stadtumbau West gewinnt an Kontur. Seit 2004 unterstützt das Programm mittlerweile mehr als 280 westdeutsche Kommunen bei der Bewältigung ihres Strukturwandels. Immer mehr Kommunen gehen von der konzeptionellen Phase in die Umsetzung über. Dabei stellt sich die Frage, ob die städtische Funktion „Wohnen“ ihrer Bedeutung gemäß berücksichtigt wird und die Wohnungswirtschaft an der Ausarbeitung der Konzepte und ihrer Umsetzung angemessen beteiligt ist. 60 Praktiker aus Stadtverwaltungen und Wohnungsunternehmen verschiedener westdeutscher Länder gingen dieser Frage nach, um für die fachliche Diskussion über die Zukunft des Stadtumbaus West argumentativ gut gerüstet zu sein und die Kooperationen zwischen den Wohnungsunternehmen und den Kommunen vor Ort zu fördern.
Während Verbandsdirektor Burghard Schneider auf die Notwendigkeit von Stadtumbaumaßnahmen in Wohnquartieren der von Strukturwandel und Schrumpfungsprozessen besonders betroffenen Regionen Nordrhein-Westfalens hingewiesen hatte, schilderte GdW-Präsident Lutz Freitag das Potenzial der organisierten Wohnungswirtschaft als Partner des Stadtumbaus. Die in den Regionalverbänden des GdW organisierte Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist längst aktiv beim Umbau und der Aufwertung von Wohnsiedlungen. In enger Abstimmung mit den Kommunen verbinden die Unternehmen je nach den örtlichen Erfordernissen Maßnahmen des Rückbaus und der Modernisierung von Wohnungen mit der Aufwertung des Wohnumfeldes, wobei sie von den Kommunen häufig mit Mitteln aus den Programmen der sozialen Wohnraumförderung, des Stadtumbaus und der Sozialen Stadt unterstützt werden.
Hartmut Hoferichter, Erster Beigeordneter der Stadt Solingen und Mitglied im Bau- und Verkehrsausschuss des Deutschen Städtetages, würdigte den Beitrag der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zum Stadtumbau. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der wirtschaftliche Strukturwandel die Kommunen vor Aufgaben stellt, die ein vielfältiges Maßnahmenbündel erfordern.

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