Stadtumbau

Der Wohnungsleerstand in den alten Ländern soll nicht zum flächendeckenden Problem werden

 

Foto: TreuHandStelle GmbH

 

"Dramatische sozialökonomische Veränderungen und Schrumpfungsprozesse sowie Angebotsvermehrung durch falsche steuerliche Anreize haben in den Städten und Regionen der neuen Länder massive Wohnungsleerstände bewirkt. In den kommenden Jahren sind zunehmende Leerstände auch in immer mehr Städten und Regionen der alten Länder zu erwarten.“

Diese Aussagen aus einer Entschließung des Verbandstags 2004 des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zum Stadtumbau in Deutschland sind auch Jahre später noch zutreffend.
Seit 2004 unterstützt das Programm Stadtumbau West mittlerweile mehr als 280 Kommunen bei der Bewältigung ihres Strukturwandels. Bundesbauminister Tiefensee verdeutlichte dessen Notwendigkeit anlässlich des Kongress Stadtumbau West in Dortmund am 2. Juni 2009: „Der Stadtumbau ist längst nicht mehr eine Besonderheit Ostdeutschlands. Er ist inzwischen auch in Westdeutschland angekommen“. Und weiter führte er aus: „Wir müssen die Anstrengungen erhöhen. Leerstehende Fabriken und Brachen mitten im Ort reißen genauso Löcher in die Struktur der Städte wie leerstehende Wohnanlagen. Die Städte brauchen zukunftsfähige Konzepte für den Umgang mit Schrumpfung und Instrumente, sie umzusetzen. Immer mehr Gemeinden werden in Zukunft dringend Hilfe benötigen, diese Aufgabe zu bewältigen.“
Der Fachpolitische Dialog des GdW und des Deutschen Städtetages zum Stadtumbau West am 25. März 2009 in der Zeche Zollverein in Essen, unter dem Motto „Kommunen und Wohnungsunternehmen im Gespräch: Fachpolitischer Dialog zum Stadtumbau in den alten Bundesländern“ hat gezeigt, dass die Stadtumbauerfordernisse in Westdeutschland von Region zu Region sehr unterschiedlich sind. Viele Stadtumbau-Maßnahmen zielen auf die Rückgewinnung von innerstädtischen Industrie-, Gewerbe- und Militärbrachen für neue
Nutzungszwecke. Interkommunale Konzepte und abgestimmte Vorhaben sind Voraussetzung, um den Bevölkerungsrückgang in ländlich geprägten Regionen begegnen zu können. Ob die städtische Funktion „Wohnen“ ihrer Bedeutung gemäß beim Stadtumbau West berücksichtigt wird, war eine der zentralen Fragestellungen des Dialoges. Verbändepolitisches Ziel des Fachpolitischen Dialoges war es darüber hinaus, für die beginnende fachliche Diskussion über die Zukunft des Stadtumbaus West argumentativ gut gerüstet zu sein und die Kooperation zwischen den Wohnungsunternehmen und den Kommunen vor Ort zu fördern. 

 

Startet den Datei-DownloadRede "Der Stadtumbau und die Wohnungswirtschaft..." von Burghard Schneider, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, am 23.11.2007

Startet den Datei-DownloadVortrag "Stadtumbau - auch eine große Herausforderung für die alten Länder" von Roswitha Sinz, VdW Rheinland Westfalen, beim GdW-Stadtentwicklungskongress am 13.03.2008

Weitere Informationen zum Stadtumbau:

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