Stadtentwicklungskongress in Bochum

Bochumer Erklärung veröffentlicht

 

Das Ruhrgebiet hatte sich der GdW als Standort ausgesucht, um über die Folgen der Kürzungen in der Stadtentwicklung zu diskutieren. Unter dem Motto „Stadtentwicklung am Scheideweg“ hatten GdW und Deutscher Städtetag für den 29. März 2011 zum Stadtentwicklungskongress nach Bochum eingeladen. Laut Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz „hätte sich der GdW keinen besseren Ort für den Stadtentwicklungskongress aussuchen können als das Ruhrgebiet“. Seit nunmehr zwei Generationen sei der Strukturwandel die zentrale Aufgabe der Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden, Wissenschaft und Kultur in dieser Region. Das Ruhrgebiet zeichne sich durch einen starken Strukturwandel aus, den die Region mit großer Dynamik angeht – wie zuletzt bei der Kulturhauptstadt RUHR.2010 zu sehen gewesen sei, sagte Scholz auf der Auftaktpressekonferenz. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen, lobte in diesem Zusammenhang die politischen Förderinstrumente. „Die Städtebauförderung hat einen maßgeblichen Anteil daran, dass der Wandel im Ruhrgebiet gelingt“, sagte er. Gerade dem Programm Soziale Stadt misst er große Bedeutung bei. „Mit ihm werden schwierige Quartiere stabilisiert, indem es vor allem die Menschen in dem Quartier selbst aktiviert.“ Die Politik dürfe dem Ruhrgebiet keine Steine in diesen Weg des Wandels legen, indem sie wichtige Fördermittel kürzt, erklärte Rychter. Die dynamische Entwicklung des Ruhrgebiets müsse weitergehen.

weiter auf Seite 20 im VM 5-2011