Bericht zur Stadtentwicklung 2011

40 Jahre Städtebauförderung in Nordrhein-Westfalen Erfahrungen und Perspektiven

 

Mitte Oktober 2011 veröffentlichte das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr (MWEBWV) des Landes Nordrhein- Westfalen seinen Stadtentwicklungsbericht 2011. Der Bericht steht im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums des Städtebauförderungsgesetzes (1971) und der Städtebauförderung im Jahr 2011. Er beschreibt Erfahrungen aus vier Jahrzehnten Praxis der Stadterneuerung und der Städtebauförderung in Nordrhein-Westfalen und lässt wichtige Zeitzeugen (darunter auch Dr. Dieter Krämer, Geschäftsführer VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum) mit individuellen Rückblicken zu Wort kommen. Schwerpunkt des Berichts ist es allerdings, die aktuellen und künftigen Handlungsfelder der Stadtentwicklung zu beschreiben und – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Kürzungen des Bundes – die Rolle der Städtebauförderung als wichtigstem Instrument der Stadterneuerung zu unterstreichen.
Karl Jasper, Gruppen- und Referatsleiter der Abteilung Stadtentwicklung und Denkmalspflege im MWEBWV NRW, benennt in seinem Schlussbeitrag „Zukünftige Aufgaben der Städtebauförderung in Nordrhein-Westfalen“ die zentralen Herausforderungen und Handlungsfelder der integrierten Stadtentwicklung. Im Kapitel „Herausforderungen: Demografie, Segregation und Klimaschutz“ macht Jasper nochmals bewusst, dass 80 Prozent aller Menschen in NRW in Städten leben. Neben den bekannten demografischen Entwicklungen und den intensiv diskutierten klimaschutzbedingten Herausforderungen thematisiert Jasper die Segregation. Zentrale Handlungsfelder der integrierten Stadtentwicklung sind nach Jasper:
• Der öffentliche Raum
• Gestaltung der Schulen im Quartier und lebenslanges Lernen
• Neues Wohnen in der Stadt
• Interkommunale Zusammenarbeit.
Stadterneuerung und Städtebauförderung sollen künftig vorrangig in Gebieten mit geringer Entwicklungsdynamik zum Einsatz kommen. Sie hätten aber dort die zentrale Aufgabe, Wohnqualität auch für weniger gut Verdienende zu erhalten oder zu schaffen, Segregationstendenzen abzumildern und notwendige Investitionen für wohnungsbauliche Umstrukturierungen anzureizen. Unter dem Stichwort „Interkommunale Zusammenarbeit“ stellt Jasper fest, dass die Region zwischen Duisburg und Dortmund entlang der Emscher und des Rhein-Herne-Kanals im besonderen Fokus der Landesförderung sein müsse.

Direktdownload Stadtentwicklungsbericht 2011

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