Einkommensteuer

Anforderungen für Spendenabzug

 

Um Spenden steuerlich abziehen zu können, muss der Spender eine ordnungsgemäße Zuwendungsbestätigung beim Finanzamt vorlegen. Das Bundesfinanzministerium (BMF) erklärt in einem aktuellen Schreiben, wann eine solche Bestätigung den amtlichen Anforderungen genügt (BMF-Schreiben vom 4. Mai 2011, IV C 4-S 2223/07/0018).
Aus den vom BMF veröffentlichten Mustern müssen nur diejenigen Angaben in eine Zuwendungsbestätigung übernommen werden, die im jeweiligen Einzelfall einschlägig sind. Die Wortwahl und Reihenfolge der vorgeschriebenen Textpassagen muss der Aussteller beibehalten, er darf den Text nicht umformulieren. Der Aussteller kann jedoch einzelne Textpassagen optisch hervorheben (zum Beispiel durch Einrahmung).

  • Werbung für die Ziele der begünstigten Einrichtung und Danksagungen dürfen nur auf der Rückseite der Zuwendungsbestätigung abgedruckt werden.
  • Der zugewendete Betrag muss in Ziffern und zusätzlich in Buchstaben ausgewiesen werden.
  • Die vorgeschriebene Fragestellung, ob es sich um den Verzicht auf Erstattungen von Aufwendungen handelt, muss in jedem Fall beantwortet werden.
  • Sachspenden müssen genau bezeichnet werden (zum Beispiel mit Alter, Zustand, historischem Kaufpreis).
  • Für Mitgliedsbeiträge hat es zukünftig zu lauten: „Es wird bestätigt, dass es sich um einen der Art nach abziehbaren Mitgliedsbeitrag i.S.v. § 10b Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes handelt“.
  • Es kann eine maschinelle Zuwendungsbestätigung ohne eigenhändige Unterschrift ausgestellt werden, wenn der Zuwendungsempfänger die Nutzung eines maschinellen Verfahrens beim zuständigen Finanzamt anzeigt (R 10b.1 Abs. 4 EStR 2008).