Allbau AG Essen

Allbau AG Essen: Sicherheit erhöht Wohnqualität

 

Der Essener Allbau AG ist es im Quartier Heeme im Nordwesten von Essen offensichtlich gelungen, durch städtebauliche Maßnahmen sowohl die subjektiv empfundene als auch die objektive Sicherheit ihrer Mieter zu erhöhen. Dass das die Wohnqualität und -zufriedenheit positiv beeinflusst, bestätigt eine gemeinsame Untersuchung der Universität Duisburg-Essen, der Städtebaulichen Kriminalprävention der Essener Polizei, der Stadt Essen sowie des kommunalen Wohnungsunternehmens Allbau AG.
Die Bezeichnung Heeme scheint ihre Berechtigung zu haben, denn die dortigen Bewohner haben in dem Quartier augenscheinlich ihre Heimat – oder wie es dort heißt „Heeme“ – gefunden. Dass die Wohnqualität hier stimmt, zeigt sich u. a. an der sehr geringen Fluktuation in dieser im Jahr 2000 erbauten Siedlung, die aus 18 zweieinhalbgeschossigen Gebäuden mit 125 Mietwohneinheiten besteht. Entscheidend für die Beurteilung der Wohnqualität ist für viele Menschen das subjektive Sicherheitsgefühl. Zu diesem Ergebnis kommt die kürzlich vorgestellte wissenschaftliche Untersuchung über das Quartier mit dem Titel „Lebensqualität durch Sicherheit“.
Die Studie über den Zusammenhang zwischen Städtebau, Architektur, Sicherheit und Kriminalität am Beispiel der Wohnsiedlung Heeme entstand auf Anregung der Essener Polizei. Kriminaloberkommissar Ernst Wauer stellte zunächst eher zufällig fest, dass in diesem Quartier im Stadtteil Essen-Bedingrade deutlich weniger Kriminaldelikte zu verzeichnen sind als im angrenzenden Umfeld. Als Experte der städtebaulichen Kriminalprävention hatte er zwar Erklärungen zu den möglichen Gründen, war aber an belastbarem Material und unabhängigen Ergebnissen interessiert. Die vier Partner waren dann schnell gefunden. Im gesamten Untersuchungsgebiet leben rund 10.000 Menschen. 700 Personen, darunter alle Heeme-Bewohner und rund 500 weitere, per Zufallsprinzip ermittelte Einwohner des umliegenden Stadtgebiets, wurden nach wissenschaftlichen Vorgaben des Instituts für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen befragt. Die Aussagen über ihr Sicherheitsempfinden, über die Wirkungen des städtebaulichen Umfelds und der architektonischen Gestaltung sowie ihr Urteil über den „Pflegezustand“ der Viertel wurden miteinander verglichen. Darüber hinaus haben die Wissenschaftler Datenmaterial des Amtes für Statistik der Stadt Essen zu der Bevölkerungs- und Sozialstruktur sowie Untersuchungen der Abteilung Städtebauliche Kriminalprävention der Essener Polizei in die Analysen einbezogen. Und tatsächlich: Alle Befragten bezeichneten Sicherheit als „wichtig bis sehr wichtig“. Aber lediglich die Hälfte der Befragten fühlt sich in ihrem Wohnumfeld sicher – anders in Heeme: Dort lag der Wert deutlich höher. Aber warum?
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