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Wohn+Stadtbau GmbH, Münster
Wohn+Stadtbau stellt sich den demographischen Veränderungen
Beispiel Münster: Vielfältige Wohnprojekte für Senioren
Schon 2013 wird jeder sechste Münsteraner älter als 65 Jahre sein. Gleichzeitig werden Münsters Einwohner älter als andere. Die Münsteraner liegen knapp über der bundesweiten Lebenserwartung von aktuell 75,6 Jahren bei Männern und 81,3 Jahren bei Frauen. Das städtische Wohnungsunternehmen Wohn+Stadtbau stellt sich gemeinsam mit den städtischen Stiftungen dieser gemographischen Herausforderung in Münster.
Die Wohn+Stadtbau initiiert und unterstützt verschiedene Bauprojekte, die alten und älteren Menschen ein Wohn- und Lebensumfeld nach deren Bedürfnissen ermöglichen. Aktuell hat die Wohn+Stadtbau sechs neue Projekte auf den Weg gebracht, davon eines im Auftrag einer Stiftung. Alle Projekte sind derzeit in einer konkreten Bau- und Planungsphase.
Projekt „Bremer Stadtmusikanten“ in Münster-Wolbeck
Aktive Senioren ergreifen heute selbst die Initiative wie beim Projekt „Bremer Stadtmusikanten“. Ganz nach literarischem Vorbild haben sich ältere Menschen zusammengetan, um gemeinsam einen geselligen Lebensabend zu verbringen.
Mit der Planungshilfe der Wohn+Stadtbau werden nun drei Stadtvillen mit 21 sowohl öffentlich geförderten als auch frei finanzierten Wohnungen entstehen. Ein benachbartes Heim mit seiner ambulanten Pflege wird über einen direkten Fußweg erreichbar sein.
Die Wohnflächen liegen zwischen 50 und 90 Quadratmetern, sind aber variabel und veränderbar. Es ist ein Gemeinschaftraum integriert, der auch als Gästewohnung genutzt werden kann. Draußen im Innenhof wird es einen Sommertreff geben. „Den Freiflächen kommt eine besondere Bedeutung zu.“, so der Geschäftsführer der Wohn+Stadtbau, Klemens Nottenkemper. „Mit überdachten Terrassen laden sie zum Feiern und Kommunizieren ein.“ Willkommen sind Menschen ab 50 Jahre aufwärts.
Projekt „Altersgerechtes Wohnen im vertrauten Umfeld“ in Münster-Coerde
Bis Anfang 2007 entstehen in direkter Nachbarschaft zur neuen Wohn-, Pflege- und Serviceeinrichtung der Caritas 33 Mietwohnungen und vier Atriumbungalows als Eigenheime, die altersgerechtes Wohnen und den Verbleib im vertrauten Umfeld miteinander verbinden.
Alle Wohnungen werden barrierefrei gebaut, vier sogar rollstuhlgerecht. Auch hier entsteht ein Wohnungs-Mix aus öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen, die zwischen 45 und 60 Quadratmetern groß sein werden.
Die Atriumbungalows bieten eine Wohnfläche von rund 88 Quadratmetern auf einer Ebene. Sie sind variabel und veränderbar. Die Grundstücksflächen liegen zwischen 200 bis 310 Quadratmetern.
Der Komplex liegt nicht irgendwo auf der grünen Wiese, sondern mitten in einem gewachsenen Wohngebiet. Und auch hier wird die Kommunikation zwischen den Bewohnern großgeschrieben. Sei es das Caritas-Café, ein rund 50 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum oder die Grünflächen im Innenraum der Wohnanlage – Möglichkeiten zur Begegnung wird es viele geben.
Projekt „Gemeinsam Wohnen – Gemeinsam älter werden“ in Münster-Innenstadt
Bis Mitte 2006 entstehen im Auftrag der Stiftung Magdalenenhospital 10 Eigentums- und 28 freifinanzierte Mietwohnungen für Seniorinnen und Senioren. Das Besondere des Modellprojekts: Die Senioren wohnen gemeinsam in der Innenstadt und können zusammen die vielfältigen Angebote von Münster wahrnehmen. Über diesen Weg können sie frühzeitig Gemeinsamkeiten entdecken und sich näher kennen lernen.
Dazu dienen auch bei diesem Projekt die Gemeinschaftsräume. Die zentrale und dennoch sehr ruhige Lage in Nähe der Promenade und die altersgerechten, teils Rollstuhlfahrer geeigneten Wohnungen sollen zur hohen Lebensqualität der zukünftigen Bewohner beitragen.
Projekt für leicht Demente in der Andreas-Hofer-Straße
In unmittelbarer Nachbarschaft des städtischen Altenzentrums Klarastift errichtet die Wohn+Stadtbau 16 Appartements, in denen nach Fertigstellung im Frühjahr 2006 Senioren mit einer leichten Demenz-Erkrankung in einer Wohngemeinschaft leben sollen.
Bei Bedarf kann Betreuung vom Klarastift in Anspruch genommen werden. Eine den Geist und die Sinne anregende Architektur und Farbgestaltung nach Kükelhaus, eine gemeinsame Küche, Aufenthaltsräume und ein ansprechender Garten sollen dafür sorgen, dass sich die Bewohner in ihrem neuen Domizil wohl fühlen. Gleichwohl können sie so selbst bestimmt wie möglich leben.
Projekt Gesundes Wohnen in Münster
Mitten in Münsters Gesundheitsviertel – angrenzend an das neue Verwaltungsgebäude der Wohn+Stadtbau und schräg gegenüber vom Gesundheitshaus – errichtet das Wohnungsunternehmen gerade ein Vital-Center: Ein eleganter Neubau mit begrünten Dächern und großzügigen Glasfronten, einem Gesundheitsbad und Café-Nutzung im Erdgeschoss.
Hier entstehen unter anderem 9 seniorengerechte freifinanzierte Mietwohnungen, die zwischen 60 und 70 Quadratmetern groß werden. Die Senioren finden in unmittelbarer Nachbarschaft vielfältige Einrichtungen für die Gesundheitsvorsorge, verschiedene Ärzte und ein Studio für Rückentraining. Außerdem gibt es eine Reihe von Geschäften für die tägliche Nahversorgung.
Projekt „Küchenbusch“ in Münster-Gievenbeck
Der Vorentwurf für dieses Projekt orientiert sich an der Philosophie, wonach den an Demenz erkrankten Menschen private Individualzonen in Form von Appartements und Gemeinschaftsbereichen geboten werden sollen.
18 Bewohnerappartements, davon vier behindertengerecht, gruppieren sich deshalb über zwei Geschosse um ein überdachtes Atrium als Wohngemeinschaft. Sie sind ca. 27 Quadratmeter groß. Das Konzept erfüllt damit witterungsunabhängig das zentrale Bedürfnis nach Bewegung und Kommunikation.
Die großzügige Öffnung des Atriums zum Hof verbindet Innen und Außen zu einem erlebbaren Ganzen. Konzeptionell integriert, jedoch baulich getrennt, ist ein Wohnbereich für Angehörige mit sechs Appartements (zwischen 47 und 58 Quadratmetern) geplant, der durch einen kleinen Innenhof von der Wohngemeinschaft getrennt ist.
Altwerden in Würde
Die verschiedenen Projekte haben bei aller Vielfalt eines gemein: Sie wollen der Vereinsamung im Alter entgegenwirken und dem Lebensabend im Heim eine Alternative entgegenstellen. Den Betroffenen soll so ein selbst bestimmtes Leben und Wohnen ermöglicht werden.
