GdW veröffentlicht Studie über Projekte der „Sozialen Stadt“

So wird Quartiersentwicklung zum Erfolg


Mit der Studie „Erfolgsfaktoren sozialer Quartiersentwicklung“ legt der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen Ergebnisse einer empirischen Untersuchung von Projekten der „Sozialen Stadt“ vor. Bereits 1998 hat der GdW durch die Studie „Überforderte Nachbarschaften“ auf die sozialen Probleme in den Stadtquartieren hingewiesen und als Partner der öffentlichen Hand auf die Stärkung des Zusammenhalts in den Wohngebieten mit vielfältigen Maßnahmen hingewirkt. Aber auch die zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich diesem Anliegen widmen, verdienen öffentliche Aufmerksamkeit. Deshalb haben sich der Deutsche Städtetag, der AWO Arbeiterwohlfahrt- Bundesverband, die Schader-Stiftung und der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung im Verbund mit dem GdW bereits Ende der 1990er- Jahre entschlossen, einen bundesweiten Wettbewerb für beispielhafte soziale Projekte auszuloben, der zweijährlich wiederholt wird. Zwischen 2000 und 2008 wurden mehr als 90 Projekte ausgezeichnet.

Wettbewerbsprojekte ausgewertet

Vor diesem Hintergrund beauftragte der GdW das Forschungsinstitut Analyse & Konzepte, erfolgreiche Quartiersmaßnahmen auf ihre maßgeblichen Erfolgsfaktoren zu untersuchen. Zu der Frage, was die zentralen Erfolgsfaktoren sind, die zu einer wesentlichen positiven Veränderung in benachteiligten Stadtquartieren geführt haben, kommen Fragen wie: Welche Bedingungen gilt es zu beachten, wenn zukünftige Projekte aufgelegt werden? Welche sollten deshalb auch bei der Förderung von Projekten hinreichende Beachtung finden? Die Projektauswertung von Analyse & Konzepte erfolgte auf der Basis der Dokumentationen der Wettbewerbe zum „Preis Soziale Stadt“. Weitere Projekte, andere Wettbewerbe, aktuelle Studien und Evaluationen wurden ebenfalls einbezogen und ausgewertet. Angesichts eines weiter wachsenden Handlungsbedarfs benennt die Studie zehn übergeordnete Erfolgsfaktoren, die dazu beitragen können, die Erfolgschancen insgesamt und die Effizienz zukünftiger Projekte zu erhöhen. Wichtig sind unter anderem individuelle, aber auch umfassende Konzepte. Zudem ist es wichtig, die Betroffenen zu Akteuren zu machen.
Neben einer vertieften Erläuterung der zehn Erfolgsfaktoren befasst sich die Studie auch näher mit fünf Handlungsfeldern von Projekten der sozialen Quartiersentwicklung: Wohnen, Wohnumfeld und Ökologie; Bildung, Qualifizierung und Gesundheitsförderung; Kulturelle und soziale Infrastruktur, Sicherheit und Nachbarschaft; Lokale Wirtschaft, Arbeit und Beschäftigung. Dazu werden unter anderem auch Projekte von zwei Unternehmen des VdW Rheinland Westfalen beziehungsweise des VdW südwest präsentiert. Beispiel Bildung: Leben und Wohnen im Jagenberg-Gelände in Düsseldorf mit den Projektbeteiligten Landesentwicklungsgesellschaft mbH, Beamten-Wohnungs-Baugenossenschaft eG, Rheinwohnungsbau GmbH, SWD Städtische Wohnungsgesellschaft AG. Beispiel Wohnumfeldgestaltung: Bürgerkompetenz im Spessartviertel in Dietzenbach mit der Projektbeteiligten Nassauische Heimstätte, Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH.