Netzwerk Innenstadt NRW

Kurs Innenstadt NRW

 

Die Innenstädte und Stadtteilzentren werden bei den diesjährigen Investitionen zur Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen besonders im Mittelpunkt stehen. Das erklärte Bauminister Lutz Lienenkämper anlässlich der Präsentation des Positionspapiers „Kurs Innenstadt NRW“ des Netzwerk Innenstadt NRW kürzlich in Essen. „Vitale Innenstädte sind der Schlüsselfaktor für erfolgreiche Stadtentwicklung. Als Vorsitzender der Bauministerkonferenz habe ich mich dafür eingesetzt, den Stellenwert unserer Stadtzentren in der Städtebauförderung deutlich zu erhöhen. Nun hat der Bund entsprechend reagiert und die Mittel dafür nahezu verdoppelt“, sagte Lienenkämper. Aus dem auf die Innenstadtentwicklung zielenden Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ von bundesweit rd. 86 Millionen Euro fließen 2010 über 18 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen, die durch Landesmittel auf gut 44 Millionen Euro aufgestockt werden. Das Positionspapier „Kurs Innenstadt NRW“ beschreibt das gemeinsame Verständnis von Innenstadt und ihrer Bedeutung für die zukunftsfähige Entwicklung von Städten, Gemeinden und Regionen. Als Positionspapier der Städte und Gemeinden im Netzwerk Innenstadt NRW präsentiert es zehn Positionen zur Innenstadt, die die Voraussetzung für die richtigen Strategien, die passgenauen Konzepte und die notwendige Steuerung sind. „Kurs Innenstadt NRW“ stellt die Funktionen der Innenstadt dar, um als urbanes Zentrum für die ganze Stadt und die Region fungieren zu können. Es formuliert die Herausforderungen, denen sich Innenstädte heute stellen müssen und benennt Notwendigkeiten für Veränderungen.

Zehn Positionen bestimmen den Kurs der Innenstädte in Nordrhein-Westfalen
Die zehn Positionen sind:

  • Die Innenstadt ist ein Unikat – und muss es sein.
  • Die Innenstadt ist ein lebendiger Organismus – sie ist mehr als die Summe ihrer Teile.
  • Die Innenstadt ist ein Lebensraum – mit ganzheitlicher Lebensqualität.
  • Die Innenstadt gehört vielen – notwendig ist die richtige Mischung an Funktionen.
  • Die Innenstadt ist Teil der gesamten Stadt – Innenstadt und Gesamtstadt sind aufeinander angewiesen.
  • Die Innenstadt hat Anspruch – sie braucht Charakter und Haltung.
  • Die Innenstadt verkörpert Stadtidentität – sie kann und muss nicht überall Spitzenqualität vorweisen, vielmehr ist sie eine kluge und über Generationen gewachsene Komposition vieler Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten, baukultureller, also stadträumlicher und architektonischer Qualitäten – kompakt, gemischt und vielfältig.
  • Die Innenstadt wandelt sich permanent – zukunftsfähige Innenstädte entwickeln sich jedoch nicht eigendynamisch. Strategie und Steuerung sowie finanzielles und personelles Engagement sind notwendig – es geht um einen gesamtstädtischen Verständigungsprozess.
  • Die Innenstadt braucht Auseinandersetzung – Innenstadtentwicklung bedeutet, immer neue Maßstäbe zu formulieren, sie braucht Streitkultur – in einem Dialog – integriert, partizipativ und nachhaltig.
  • Die Innenstadt ist unersetzbar – ihr muss hinsichtlich der Nutzungsqualität und der baukulturellen Qualität die höchste Aufmerksamkeit eingeräumt werden.

„Kurs Innenstadt NRW“ ist der gemeinsame und nachdrückliche Appell des Netzwerkes Innenstadt NRW an alle verantwortlich Handelnden und Entscheidungsträger in und für die Innenstädte in Nordrhein-Westfalen.

 

Das Netzwerk

Das Netzwerk Innenstadt NRW ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft von derzeit 55 nordrheinwestfälischen Städten und Gemeinden. Grundlage der Arbeitsgemeinschaft ist eine Kooperationsvereinbarung vom 14. Juli 2009 zwischen dem für Stadtentwicklung zuständigen Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bocholt als Vertreterin der Gemeinschaft der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft.


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