Studie der Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz

Zunehmendes Defizit an günstigem Wohnraum

 

Eine Studie der Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH) sieht die Hauptaufgabe der Wohnungspolitik der kommenden Jahre darin, der Knappheit preisgünstigen Wohnraums in Ballungsräumen entgegenzuwirken. Dieses Fazit zieht Rainer Helsper (IRP Immobilien-Gesellschaft Rheinland-Pfalz) in einer Studie für die LTH, die in der Wohnungsmarktbeobachtung Rheinland-Pfalz 2011 erschienen ist. Darin wird die Entwicklung der Wohnkaufkraft in den rheinland-pfälzischen Regionen nachgezeichnet. Hier einige ausgewählte Ergebnisse.
Zur Finanzierung der Wohnansprüche mussten die bundesdeutschen Haushalte 2008 rund ein Drittel ihrer Konsumausgaben aufwenden. Bei den rheinland-pfälzischen Haushalten hat sich die Ausgabenposition Wohnen zwischen 1998 und 2008 lediglich um vier Prozent erhöht, bundesweit waren es elf. Beispielsweise Heizkostenerhöhungen oder zunehmende bauliche Anforderungen würden die Ausgaben für Wohnen zukünftig jedoch auch in Rheinland-Pfalz erhöhen, so die Prognose. „Diese Entwicklung stellt Wohnungsnachfrager vor enorme Herausforderungen. Das durchschnittliche Einkommen ist zwar bisher kontinuierlich gestiegen, jedoch geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auf. Zur Deckung des Grundbedürfnisses Wohnen müssen insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen einen Großteil ihres Budgets aufwenden“, sagt Dipl.-Geograph Rainer Helsper. Additiv werde sich das Angebot an öffentlich subventioniertem preisgünstigem Wohnraum weiter verringern.

weiter auf Seite L2 im VM 11-2011

www.lth-rlp.de