„Stadtentwicklung und Image“ lautet der Titel einer Studie, deren Ergebnisse das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Ende November 2011 in der Reihe „Forschungen“ veröffentlicht hat. Das Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GEWOS und die HafenCity Universität Hamburg haben zehn nationale städtebauliche Großprojekte und acht im europäischen Ausland miteinander verglichen. Inwieweit prägen Projekte wie der Duisburger Innenhafen das Stadtimage? Welche Wirkungen haben sie auf die Stadtentwicklung?
Die Fallstudien zeigen: Großprojekte dienen den Städten keineswegs als Leitbilder oder Modelle für die angestrebte Stadt. Sie fungieren vielmehr als „Schaufenster des Städtischen“, in denen wesentliche für die Stadt erwünschte Entwicklungen herausgestellt werden. Die Großprojekte und neuen Stadtquartiere in zentralen Lagen sind damit wesentliches Element einer Stadtpolitik, die städtische Images nach innen und außen fördert. Die europäischen Großprojekte bilden den Referenzrahmen für die deutschen Fallstudien. Gerade sie verdeutlichen die Rolle des „Brandings“, der Vermarktung der Stadtteile im Kontext des Metropolenmarketings. Dabei reicht das Spektrum der gesetzten Anreize von kleineren Nuancen im Bereich von Kultur und Kunst bis hin zur Neuverortung einer ganzen Region oder der kulturellen Wiedergeburt einer Stadt. Die Studie kann im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung kostenfrei per E-Mail angefordert werden: