Mehr Zuzüge aus dem Ausland

Die Einwohnerzahl wächst

 

Wie das Hessische Statistische Landesamt (HSL) mitteilt, ist die Bevölkerungszahl Hessens im ersten Halbjahr 2010 geringfügig um 1.900 Personen auf rund 6,064 Millionen gestiegen. Noch im Vorjahreszeitraum war sie um 5.400 gesunken. Die Zunahme resultiert aus einem gestiegenen Wanderungsgewinn von knapp 7.600 Personen bei einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringeren Sterbeüberschuss. Die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland nahm im Vergleichszeitraum um gut zehn Prozent zu und stieg auf 34.800. Gleichzeitig sank die Zahl der Fortzüge ins Ausland um rund elf Prozent auf 27.800 Personen, sodass die Nettozuwanderung aus dem Ausland von 500 auf 7.000 Personen stieg. Die Zahl der Sterbefälle sank im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1.000 auf 29.100. Da gleichzeitig die Zahl der Geburten um 500 auf knapp 23.500 stieg, war der Sterbeüberschuss mit 5.700 um 1.500 niedriger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Dabei konzentrierten sich die Bevölkerungsgewinne im südhessischen Großraum Rhein-Main, während Mittel- und Nordhessen Bevölkerungsabnahmen verzeichneten.

Anzahl der Wohngeldempfänger steigt 2009 um 58 Prozent

 

Das HSL gab ebenfalls bekannt, dass Ende 2009 in Hessen knapp 48.000 Haushalte Allgemeines Wohngeld bezogen, sodass die Anzahl gegenüber 2008 um 58 Prozent anstieg. Grund für die enorme Steigerung ist vor allem das geänderte Wohngeldgesetz, das zum 1. Januar 2009 in Kraft trat. Unter anderem wurden die Höchstsätze für die Miete beziehungsweise Belastung angehoben, die Baualtersklassen abgeschafft und die Heizkosten zusätzlich in das Wohngeld integriert. Die tatsächliche Miete (durchschnittlich 419 Euro) und das Gesamteinkommen (durchschnittlich 905 Euro) der Haushalte haben sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig verändert. Im Zuge der geänderten Berechnungsgrundlage wurde 2009 ein höherer Mietanteil (durchschnittlich 398 Euro gegenüber 358 Euro im Jahr 2008) berücksichtigt. Zusätzlich wurde ab 2009 ein Heizkostenzuschlag (durchschnittlich 27 Euro) gewährt. Insbesondere diese beiden Posten führten zu dem deutlich höheren durchschnittlichen Wohngeldanspruch. Mit 43 Prozent waren die Rentnerhaushalte die größte Gruppe der Bezieher, gefolgt von Arbeitern mit 24 Prozent, Angestellten mit zwölf und Arbeitslosen mit gut acht Prozent.