GEWO Gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungs GmbH, Speyer

Altersgerechter Umbau von Speyer-West ist Modell-Projekt des Bundesministeriums

 

Das Interesse an dem Projektaufruf „Altersgerechter Umbau von Wohngebäuden und Wohnquartieren“ war groß. Dem Aufruf des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in der zweiten Jahreshälfte 2009 folgten mehr als 100 Bewerbungen. Bislang wurden 20 davon als Modellprojekt ausgewählt, darunter ein Kooperationsprojekt der GEWO Gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungs GmbH und der Stadt Speyer. Ziel ist der altersgerechte Umbau von Speyer-West. „Um den langfristigen Verbleib der älteren Menschen in ihrem Quartier zu ermöglichen, sind nicht nur bauliche Maßnahmen notwendig, sondern auch wohnungsnahe Dienstleistungen“, so Alfred Böhmer, Geschäftsführer der GEWO.

 

Neubau und Ausbau des Bestands

Hier knüpft das Projekt „Im Speyerer Westen älter werden. Ein Bündnis und Maßnahmenpaket für altersgerechtes Wohnen“ an, welches nun eines der Modellprojekte des BMVBS ist. Die Pläne sehen nicht nur den Neubau altersgerechter Wohnungen in Speyer- West, sondern auch den barrierefreien Umbau von Bestandswohnungen vor. Darüber hinaus wird im ehemaligen katholischen Gemeindezentrum St. Hedwig eine Quartiersmensa entstehen, in der alte Menschen mit einem guten und günstigen Mittagessen versorgt werden. Die Mensa soll aber nicht nur Versorgungsstation sein, sondern auch Treffpunkt der Bewohner des Quartiers. Um dies zu unterstützen, werden hier weitere Dienstleistungs- und Hilfsangebote angesiedelt, darunter Pflegedienste und Beratungsstellen. Ein neuer gesellschaftlicher Mittelpunkt soll entstehen, in den Räumen sollen kulturelle, sportliche und auch religiöse Veranstaltungen stattfinden. Dabei geht es nicht darum, ein Angebot nur für Senioren zu schaffen: Alle Generationen sind willkommen und eingeladen, sich in die neue Quartiersarbeit einzubringen. Das Speyerer Projekt und die anderen Modellprojekte werden wissenschaftlich begleitet. Zwei Beratungsunternehmen teilen sich die Forschungsassistenz. Insgesamt 14 Projekte zum Thema „Altersgerechter Umbau“ wurden nach den Kriterien des BMVBS und der Forschungsassistenzen ausgewählt. Beispielhaft sollen diese Projekte gute Lösungen beim Abbau von Barrieren im Wohnungsbestand und im Wohnumfeld aufzeigen und Vermieter wie Selbstnutzer dazu motivieren, mit Investitionen und unter Nutzung des KfW-Programms „Altersgerecht umbauen“ die Wohn- und Lebensbedingungen für das Alter rechtzeitig und dauerhaft zu verbessern. Dabei sollte ein breites Feld an Wohnungsbeständen und Lagen abgedeckt werden, Klein-, Mittel- und Großstädte vertreten sein, kommunale Gesellschaften, Kommunen und auch private Vermieter und Selbstnutzer angesprochen werden. Wichtig war, dass die Projekte aus Mitteln der KfW-Förderbank gefördert werden, um Aussagen zur Umsetzung, zu Chancen und auch Hemmnissen dieser Programme machen zu können.

 

Begleitforschung untersucht die Wirkungen des Förderprogramms

Die Begleitforschung wertet die Projekte wissenschaftlich aus, berät die Akteure der Modellprojekte, unterstützt diese beim Erfahrungsaustausch und untersucht die Wirkungen des KfW-Förderprogramms „Altersgerecht umbauen“. Hier stehen neben 80 Millionen Euro Förderung für zinsverbilligte Darlehen auch 20 Millionen Euro Bundesmittel für Zuschüsse zur Verfügung.

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