Einkommensteuer

Firmenwagen: Weniger Lohnsteuer für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

 

Stellt der Arbeitgeber kostenlos einen Firmenwagen zur Verfügung, wird nach der Pauschalmethode für die Privatnutzung pro Monat ein Prozent des Listenpreises angesetzt. Hinzu kommen pauschal 0,03 Prozent für jeden Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Wird der Wagen tatsächlich an weniger als 180 Tagen im Jahr – also an durchschnittlich 15 Tagen im Monat – für die Pendelstrecke genützt, kann der geldwerte Vorteil nun auch durch eine Einzelbewertung ermittelt werden. Für jede Fahrt sind das 0,002 Prozent des Listenpreises je Entfernungskilometer. Das ist deutlich günstiger als die Pauschalregelung mit 0,03 Prozent und reduziert damit die Lohnsteuerlast. Bislang hat sich die Finanzverwaltung gesträubt, diese für Arbeitnehmer günstige Rechenmethode anzuwenden. Arbeitnehmer können die Einzelbewertung jetzt für Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2010 in allen offenen Einkommensteuerfällen beantragen. Für das laufende Jahr gelingt dies entweder sofort über den Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber oder anschließend über die Steuererklärung. Der Arbeitgeber ist hierzu allerdings nicht verpflichtet. Die Bewertung mit dem Faktor 0,002 ist nur dann zulässig, wenn der Arbeitnehmer nachweist, an welchen konkreten Tagen das Kfz tatsächlich für die Fahrt zur Arbeit genutzt wurde (BMF-Schreiben vom 1. April 2011 – IV C 5-S 2334/08/10010).