JIM.Hessen

Holzpelletanlage in Raunheim partizipiert an Emissionshandel

 

In Raunheim sind 2.300 Wohnungen der GWH Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH Hessen, Frankfurt, an eine moderne Holzpelletanlage angeschlossen. Das Projekt partizipiert über das Programm JIM.Hessen am Emissionshandel. Der Handel mit CO2-Zertifikaten im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems ist laut Umweltministerin Lucia Puttrich ein effektives Marktinstrument, um wirkungsvoll das Klima zu schützen. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat 2009 im Rahmen des Hessischen Klimaschutzkonzeptes ein Pilotprojekt entwickelt, das Unternehmen die Möglichkeit bieten soll, vom Emissionshandel zu profitieren. Seine Legitimation folgt unmittelbar aus dem Kyoto-Protokoll, welches 191 Staaten unterzeichnet haben.
Das Joint Implementation-Modellprojekt Hessen, kurz JIM.Hessen, wurde für alle Betreiber von Heiz- und Dampfkesselanlagen in Hessen eingerichtet. Die aus der Modernisierung von Anlagen resultierenden CO2- Einsparungen werden in Zertifikate umgewandelt. Der Erlös aus dem Verkauf kommt den teilnehmenden Unternehmen zugute. Die Urbana GmbH nimmt seit 2010 mit einer Anlage in Raunheim teil. Im Rahmen des JIM.Hessen-Projekts informierte sich Puttrich am 12. Oktober 2011 vor Ort über das Programm und die Anlage, die eine große Wohnsiedlung aus über 2.300 Wohnungen der GWH mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgt. Die Urbana hat ihre bisherige konventionelle Heizanlage durch eine moderne Holzpelletanlage ersetzt und spart voraussichtlich bis Ende 2012 rund 10.000 Tonnen CO2. Sie erwartet durch den Verkauf der Zertifikate eine voraussichtliche Reduzierung der Investitionskosten um 105.000 Euro.