Kongress „Kooperative Stadtentwicklung in Bielefeld“

Stadt, Wirtschaft, Arbeit


Unter dem Motto „Stadt, Wirtschaft, Arbeit“ stand am 21. und 22. April 2010 der Kongress „Kooperative Stadtentwicklung“ in der Bielefelder Stadthalle. In der Veranstaltung, die zum fünften Mal stattfand, wurde in Vorträgen und Workshops der Frage nachgegangen, welche Faktoren die Entscheidung von Unternehmen und von hochqualifizierten Arbeitnehmern bei der Standortwahl beeinflussen. Außerdem wurde erörtert, inwieweit sich die Stadtentwicklung auf den Arbeitsmarkt vor Ort auswirkt.
Der Kongress sollte Handlungsspielräume und -möglichkeiten der Kommunen aufzeigen wie auch auf Defizite hinweisen. Ein weiterer Aspekt war die Frage, welche Rolle die Immobilienwirtschaft in diesem Prozess spielt. „Mit Investitionen in Höhe von rund 9 Milliarden Euro pro Jahr bieten die von uns vertreten Wohnungsunternehmen nicht nur qualitätsvolles, sicheres und bezahlbares Wohnen, sondern sind auch wichtige Partner bei der Entwicklung der Städte und verlässliche Auftraggeber für die lokale Wirtschaft“, betonte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Die Immobilienwirtschaft habe zusammen mit der Bauwirtschaft einen Anteil von 18,6 Prozent an der gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland und sei mit insgesamt etwa 3,8 Millionen Beschäftigten ein wichtiger Faktor für den Arbeitsmarkt.
Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, verwies darauf, dass die dem Verband angehörenden rund 450 Wohnungsunternehmen trotz der unverändert schwierigen wirtschaftlichen Lage jedes Jahr mehr als 1,3 Milliarden Euro in Wohnungsneubau und -modernisierung investieren. „Der zunehmende Klimawandel und die wachsende Alterung unserer Gesellschaft stellen die Wohnungswirtschaft vor enorme Herausforderungen. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation brauchen unsere Immobilienunternehmen daher verlässliche Rahmenbedingungen, um bezahlbares Wohnen für alle Menschen sichern zu können“, sagte er. Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr.2010 GmbH, stellte in einer fesselnden Rede das Projekt „Ruhr.2010“ vor und zeigte die Entwicklung der Stadt Essen vom Industriestandort zur Kulturmetropole auf.