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Tagung "Wohnen und Leben im Stadtquartier"
"Standortgemeinschaften als strategische Allianzen für den Wohnstandort" standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Tagung mit dem nordrhein-westfälischen Bauministerium
Kooperationen zwischen Kommunen und Wohnungswirtschaft für ein Wohnen und Leben im Stadtquartier haben Konjunktur. Das hat die gemeinsame Fachtagung des VdW Rheinland Westfalen und des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen am 16. August in Bochum gezeigt. Über 150 Teilnehmer diskutierten über die Praxis der Kooperationen von Wohnungswirtschaft und Kommunen und über die Chancen des demographischen Wandels.
Dr. Dietrich Goldmann, Vorstand der Allbau AG, Essen, und der Dortmunder Planungsdezernent, Ullrich Sierau, belegten anhand praktischer Projektbeispiele und Vereinbarungen zwischen der Kommune und der Wohnungswirtschaft, dass das Zusammenwirken beider Akteure erheblich zur Stabilisierung und Steigerung des Wohnens beiträgt. Diese positiven Wirkungen gelten dem sozialen Miteinander in den Quartieren wie dem Werterhalt der Liegenschaften und Gebäude gleichermaßen.
Bernd Faller, Geschäftsführer der empirica GmbH, entwarf – aus der Sicht eines beratenden Unternehmens – die neuen Herausforderungen für die Kooperation von Wohnungswirtschaft und Kommune. Er mahnte an, die Wirkungen des demographischen Wandels hinsichtlich der kommenden Marktüberhänge realistisch zu betrachten und stellte dar, wie schwierig es ist, neue Handlungskonzepte für die Schrumpfung „politikfest“ zu machen.
In drei lebendigen Workshop-Diskussionen (Impulsreferate zu Aktivitäten in Hamm, Dortmund und Lünen) unter den Teilnehmern aus der Wohnungswirtschaft und den Kommunen wurde nicht verschwiegen, welche Hemmnisse anfangs von beiden Seiten zu überwinden waren. Eine Reihe von Kooperationen, die es bereits auf freiwilliger Basis gibt, wurde dargestellt. Beispielhaft stand dafür die Bereitschaft, eine Markttransparenz durch Datenaustausch zwischen den Unternehmen und mit der Stadt herzustellen. Die Präsentation der Workshop-Ergebnisse bildete eine gute Vorlage für die folgende Gesprächsrunde „Neue Partnerschaften – Aufgaben, Erwartungen und Wege“.
VdW-Abteilungsleiterin Roswitha Sinz, die auch durch die Tagung leitete, forderte von den Landesvertretern, anstelle überregulierter Vorgaben Zielvereinbarungen mit Projektakteuren zu treffen, nachdem diese sich mit besten Konzepten beim Land um die Förderung beworben haben. Die Frage, ob das Land der Bildung von Standortgemeinschaften einen rechtlichen Rahmen geben wolle, blieb offen. Gleichwohl hatte Günter Kozlowski, Staatssekretär im Bauministerium, in seiner Einführung das Angebot unterbreitet, dass "sein Haus" Initiativen für Standortgemeinschaften in von Wohnen geprägten Stadtquartieren unterstützen werde.
Die Tagung stieß auf große Resonanz. Sie hat gezeigt: Kooperationen zwischen Kommunen und Wohnungswirtschaft für ein Wohnen und Leben im Stadtquartier haben Konjunktur.
Downloads
Dr. Dietrich Goldmann: Wohnen braucht eine integrative Stadtentwicklung!
Ullrich Sierau: Stadtentwicklung braucht gutes Wohnen
Bernhard Faller: Stadtumbau – Neue Herausforderungen
Heinz-Martin Muhle: Handlungskonzept Wohnen
Hans-Peter Neuhaus: Der "Dortmunder Weg"
