
Wohnungswirtschaft aktuell
Informations- und Kommunikationsplattform
des VdW Rheinland Westfalen,
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13. Symposium „Perspektiven für Wohnungsgenossenschaften“:
Den Wandel organisatorisch gestalten
Am 4. März 2009 fand in Münster das 13. Symposium der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Perspektiven für Wohnungsgenossenschaften“ des VdW Rheinland Westfalen und des IfG Institut für Genossenschaftswesen Münster statt. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten das Thema „Den Wandel organisatorisch gestalten“. In seiner Einführung betonte Verbandsdirektor Burghard Schneider: „Es ist unbestritten, dass es, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Wohnungsgenossenschaften zu sichern, entsprechender Produkte und Dienstleistungen bedarf. Das funktioniert aber nur, wenn dieser Wandel in den Genossenschaften eine entsprechende organisatorische Umsetzung erfährt.“ Die wissenschaftliche Direktorin des IfG Münster, Prof. Dr. Theresia Theurl, widmete sich in ihrem Vortrag dem Thema „Das Management von Vertrauen“. Wenn Vertrauen zukünftig zu einer der wertvollsten Ressourcen werden soll, dann müsse in Vertrauen investiert werden. Dazu müssten die Genossenschaften eine klare Identität entwickeln und diese kommunizieren. Früher bei Genossenschaften noch verpönt, heute zwingende Notwendigkeit auch bei kleinen und mittleren Genossenschaften: Portfoliomanagement und Risikofrühwarnsysteme. Zum Portfoliomanagement stellten Heinz Fels, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG, Viersen, und Gerd Schmidt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied ebv Eisenbahn- Bauverein Elberfeld eG, Wuppertal, Instrumente vor, die teilweise selbst entwickelt worden waren. Ein Risikofrühwarnsystem behandelte Christoph Beutekamp, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft für den ehemaligen Landkreis Hofgeismar eG. Ingo Theel, Vorstandsmitglied Baugenossenschaft Freier Gewerkschafter eG, Hamburg, widmete sich den unerschlossenen Potenzialen des Internets. Er regte an, den gesamten Wohnungsbestand einer Genossenschaft in einem Katalog darzustellen. Ferner befasste sich das Symposium mit der Finanzmarktkrise. Hans Peter Trampe, Vorstandsmitglied Dr. Klein & Co. AG, Lübeck, stellte fest, dass Versicherungen Anlagen suchen und sie dabei die Genossenschaften als risikoarme Assetklasse entdeckt haben. Aus der Sicht eines Primärbankers betonte Werner Termersch, Vorstandsvorsitzender Volksbank Baumberge eG, Havixbeck, dass Genossenschaften eine umworbene Zielgruppe sind und empfahl bei niedrigen Zinsen eine höhere Tilgung. Hubert Scharlau, Vorstandsvorsitzender Bauverein zu Lünen eG, begründete in seinem Vortrag, dass nicht nur die Aktiv-Seite, sondern auch die Passiv-Seite der Bilanz analysiert werden muss.
