
Wohnungswirtschaft aktuell
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Kooperationen müssen dem Wettbewerb um Einwohner Grenzen setzen
Erste gemeinsame Fachtagung des VdW Rheinland Westfalen und des Städte- und Gemeindebundes NRW
Unsere Gesellschaft wird „weniger, älter und bunter“. Kommunen verführt dieser Wandel zu einem Wettbewerb um die Bindung bzw. Neugewinnung von Einwohnern. Damit verbunden ist ein kreativer Wettlauf um die besten Ideen für eine lebenswerte, attraktive Gemeinde, der jedoch auch unerwünschte Nebeneffekte ökonomischer und ökologischer Art mit sich bringt.
In einer ersten gemeinsamen Fachtagung am 4. Februar 2009 in Gelsenkirchen gingen der VdW Rheinland Westfalen und der Städte- und Gemeindebund NRW mit einer sehr großen Zahl an Teilnehmern von Seiten der Kommunen, Wohnungsunternehmen, Landesministerien und Wissenschaft insbesondere der Frage nach, welche Anforderungen der demographische Wandel an die Strategien der Kommunen und Wohnungswirtschaft stellt. Der Blick wurde dabei vor allem auf die Problemlagen im ländlichen Raum gerichtet.
Mit Grundsatzreferaten von Andrea Dittrich- Wesbuer vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH (ILS NRW), Dortmund, Dr. Brigitte Adam vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn, und Kirsten Kötter vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen wurde zunächst der Blick für die Herausforderungen des demographischen Wandels jenseits der Ballungsgebiete geschärft. Praktische strategische Ansätze, den Wandel in der Kommune und von Seiten der lokalen Wohnungswirtschaft zu gestalten, vermittelten eindrucksvoll Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein aus Altena, Thorsten Kleinebekel, Wohnbau Lemgo eG, und Ulrich Burmeister, LEG Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung GmbH, Essen. Dr. Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW moderierte abschließend eine äußerst lebhafte Diskussionsrunde über die Frage, ob die Sicherung der Daseinsvorsorge in allen Regionen möglich sei. Einig waren sich die Podiumsdiskutanten Prof. Dr. Rainer Danielzyk, ILS NRW, Staatssekretär Günter Kozlowski, Verbandsdirektor Burghard Schneider, Bürgermeister Christof Sommer, Stadt Lippstadt, und Finanzwissenschaftler Prof. em. Horst Zimmermann, Universität Marburg, darin, dass Kooperationen der Akteure wie interkommunale Zusammenarbeit einem durchaus positiven Wettbewerb um Einwohner aus übergeordneter ökonomischer und ökologischer Sicht Grenzen setzen müssen. Nach dem sehr erfolgreichen Start verabredeten der VdW Rheinland Westfalen und der Städte- und Gemeindebund NRW, weitere gemeinsame Tagungen durchzuführen.
Downloads zur Veranstaltung
Dittrich-Wesbuer: Tendenzen des Demographischen Wandels
Adam: Szenarien - Zukunftsbilder
Kötter: Perspektiven der Landesplanung
Hollstein: Demographischer Wandel - Herausforderung für die kommunale Praxis
Kleinebekel: Älter werden, wohnen bleiben!
Burmeister: Nahversorgung im Quartier
Zimmermann: Ist die Sicherung der Daseinsvorsorge in allen Regionen möglich?
