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Symposium "Miteinander soziale Zukunft gestalten"
Miteinander soziale Zukunft gestalten Mehrwert durch Kooperationen
Nahezu 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft und Wohnungspolitik, Kommunen und Wohlfahrtsverbänden kamen am 24. Juni 2009 in Wiesbaden zu der Veranstaltung des VdW südwest „Miteinander soziale Zukunft gestalten“, um über mögliche Kooperationen vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels zu diskutieren. Die erzielbaren Wirkungen von Kooperationen wurden dabei anhand von Beispielen verdeutlicht.
Der Verbandsdirektor des VdW südwest, Dr. Rudolf Ridinger, betonte in seiner Begrüßung, dass aufgrund des demographischen Wandels – etwa durch den Wandel der Altersstruktur der Bevölkerung – beim Wohnen die Nachfrage nach bedarfsgerechten Dienstleistungen deutlich zunehme. „Wir haben die tiefgreifenden Folgen des demographischen Wandels analysiert, nun müssen wir darauf reagieren. Die Reaktionen reichen von baulichen Maßnahmen bis zu einem verstärkten sozialen Management“, erklärte Ridinger. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen seien in den letzten Jahren vielfältige Kooperationen mit Wohlfahrtsverbänden, auch unter Einbeziehung von Kommunen, entwickelt worden.
Das Landesheimstättengesetz darf Spielraum für betreutes Wohnen nicht beschneiden. In diesem Zusammenhang appellierte Ridinger vor dem Hintergrund des in Vorbereitung befindlichen Landesheimstättengesetzes an die anwesenden Abgeordneten des Hessischen Landtages: „Unsere Unternehmen brauchen im Bereich des betreuten Wohnens Gestaltungsmöglichkeiten.“ Schließlich sprach sich Ridinger auch für ein Wohnraumfördergesetz in Hessen aus. Solche Gesetze seien in mehreren anderen Bundesländern bereits verabschiedet worden. Sie bieten die Möglichkeit, Aktionsschwerpunkte mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln und hierfür einen geeigneten gesetzlichen Rahmen zu schaffen.
Michael Siebel, stellvertretender Vorsitzender und wohnungspolitischer Sprecher der hessischen SPD-Landtagsfraktion, lotete die unterschiedlichen Aufgabenfelder von Wohnungswirtschaft, Wohnungspolitik und Wohlfahrtsverbänden aus. Er berichtete, dass die Enquete-Kommission „Demographischer Wandel“ des Hessischen Landtages bei einer Anhörung zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Wohnungswirtschaft deutlich früher als andere Branchen auf den demographischen Wandel reagiert habe. Seibel maß nachbarschaftlichen Netzwerken eine große Bedeutung zu. An die Adresse der Wohnungspolitik gerichtet stellte er fest, dass „Wohnungsversorgung ein Teil der Daseinsvorsorge“ ist.
In kurzen Einführungsreferaten waren sich Dr. Jürgen Dieter, geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages, Hartmut Fritz, Direktor des Deutschen Caritasverbandes, Frankfurt, und Karl-Heinz Range, Vorsitzender des Verbandsrates des VdW südwest, darin einig, dass Kooperationen zur Bewältigung der demographischen Herausforderung notwendig sind. „Die Caritas kann aus ihrer Gemeinwesenarbeit vor Ort eine ausgezeichnete Infrastruktur anbieten“, erklärte Fritz. „Der Bereich ‚Wohnen’ eröffnet größtmögliche Kooperationschancen; die Stadt erlebt eine Renaissance angesichts des Zuzugs insbesondere älterer Menschen“, betonte Dieter. „Es besteht eine große Bereitschaft zu kooperieren, aber man soll die Wohnungswirtschaft auch nicht überfordern. Sie ist nicht der Reparaturbetrieb für gesellschaftliche Fehlentwicklungen“, konstatierte Range.
weiter auf Seite 20 des VM 7/8 2009
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Müller: Wohnbetreuer GWW Wiesbaden
Reiser-Bersch: Kooperationen - Nassauische Heimstätte und Caritas
Siebel: Demographischer Wandel - Politik, Wohlfahrtsverbände und Wohnungswirtschaft
