
Wohnungswirtschaft aktuell
Informations- und Kommunikationsplattform
des VdW Rheinland Westfalen,
VdW südwest und VdW saar
Workshop am 21. Januar 2010 in Bonn
Wohnen und Mobilität – Belange der Mobilität werden zunehmend wichtiger
Der VdW Rheinland Westfalen, der VdW südwest und der VdW saar führten erstmals gemeinsam mit dem Institut für Landesund Stadtentwicklungsforschung gGmbH (ILS), Dortmund, einen Workshop zum Themenkomplex „Wohnen und Mobilität“ am 21. Januar 2010 in Bonn durch.
Die Wohnungsunternehmen verfolgen seit längerem die Strategie, das „Produkt Wohnen“ attraktiv zu gestalten. Serviceleistungen rund um die Erreichbarkeit von Quartieren und die Mobilität der Bewohner werden darin jedoch bislang nur vereinzelt aufgenommen, obwohl die Qualität der Anbindung und der Mobilitätsangebote vor Ort bedeutende Faktoren für die Wohnzufriedenheit sind. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Ab dem 75. Lebensjahr werden nahezu die Hälfte aller Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurückgelegt. Auch vor dem Hintergrund der Energiepreisentwicklung werden für finanzschwache Haushalte (öffentliche) Angebote, die eine preisgünstigere Fortbewegung ermöglichen, ein zunehmend wichtiger Faktor für die Wahl des Wohnstandortes. Gute Gründe, den Mobilitätsbelangen der Bewohner künftig mehr Beachtung zu schenken und sich mit dem Aufbau und der Sicherung qualitativ hochwertiger Mobilitätsangebote zu befassen.
Die Vertreter von Wohnungsunternehmen folgten denn auch mit großem Interesse den Ausführungen von Dr.-Ing. Ulrike Reutter zum Themenkomplex „Mobilitätsmanagement – Ziele, Handlungsfelder, Dienstleistungen und Akteure“ sowie den Ausführungen von Dipl.-Ing. Doris Bäumer zum Themenkomplex „Wohnstandortbezogenes Mobilitätsmanagement – Hintergründe und Beispiele“. Die Teilnehmer diskutierten intensiv mit den beiden Referentinnen und untereinander das Für und Wider von Mobilitätsangeboten zur Steigerung der Attraktivität von Wohngebieten. Einvernehmen herrschte über das Fazit, dass passende Maßnahmen wie Ticketing, Car-Sharing oder Starterpakete im Rahmen der Mobilitätsinformation und -beratung Wohnstandortindividuell ausgewählt und ausgestaltet werden müssen.
