
Wohnungswirtschaft aktuell
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des VdW Rheinland Westfalen,
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Fachtagung am 21. April 2008 in Budenheim
Energetische Modernisierung von Mietwohnungsbeständen
Steigende Energiepreise belasten zunehmend die Menschen in Rheinland-Pfalz. Die Mietnebenkosten haben sich seit 2003 nahezu verdoppelt. Die technisch und wirtschaftlich möglichen Sanierungsmaßnahmen standen im Mittelpunkt der von weit über 100 Teilnehmern besuchten Fachtagung „Energetische Modernisierung von Mietwohnungsbeständen“ am 21. April 2008 in Budenheim, die gemeinsam vom VdW Rheinland Westfalen, dem VdW südwest und den rheinlandpfälzischen Ministerien der Finanzen und für Umwelt veranstaltet wurde.
Aus sozialer, ökologischer und ökonomischer Sicht besteht Handlungsbedarf, um die Auswirkungen weiter steigender Energiepreise zu begrenzen. „Unser Ziel ist, dass mehr und besser saniert wird. Bei Sanierungen und im Neubau sollte mindestens das umgesetzt werden, was heute schon wirtschaftlich ist“, betonten Umweltministerin Margit Conrad und Finanz- und Bauminister Prof. Dr. Ingolf Deubel. „Vor allem wegen der hohen Energiepreise gehen viele Hauseigentümer und Wohnungsbaugesellschaften eine Sanierung energisch an“, sagte Finanzminister Deubel. „Die Wohnungswirtschaft ist ein hochkompetenter und stets verlässlicher Partner der Politik.“ Im Folgenden stellte er das umfassende Förderinstrumentarium für die energetische Modernisierung vor. Die Energiesparkampagne „Unser Ener macht mit – Unsere beste Energie ist gesparte Energie“ hat sich etabliert. „Sie ist unsere Antwort auf steigende Energiepreise auch im Mietwohnungsbau, der energetisch zukunftsfähig gemacht werden muss“, sagte Umweltministerin Conrad. „Vor gut einem Jahr haben wir die breit angelegte Kampagne ‚Unser Ener‘ vorgestellt. Alle Interessierten können sich beraten lassen und Kontakte zu Fachberatern und Fachkräften knüpfen.“ Eines der wichtigsten Ziele der Kampagne sei die Verbesserung der Qualität beim energetisch hochwertigen Bauen und Sanieren.
Es freut mich ganz besonders, dass jetzt auch die Verbände der Wohnungswirtschaft in diesem Netzwerk mit dabei sind – ich bin sicher, dass Ihre Mitarbeit die Arbeit des Netzwerks bereichert“, sagte Conrad und bedankte sich für „die hervorragende Kooperation“ bei den Verbänden VdW Rheinland Westfalen und VdW südwest.
Absolut im Mittelpunkt des politischen Geschehens stehen zurzeit der Klimaschutz und die Erhöhung der Energieeffizienz. Dabei spielen die Wohnimmobilien eine bedeutende Rolle. Nach einer Studie von McKinsey im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) könnten allein im Gebäudesektor 58 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wenn bei Neubau und Sanierung konsequent alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung, der Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien angewandt würden. Dies hätte nicht nur einen positiven Einfluss auf die Umwelt, weil der CO2-Ausstoß reduziert wird. Dies ist auch deshalb unverzichtbar und erforderlich, weil anderenfalls die energetischen Nebenkosten des Wohnens für selbstnutzende Eigentümer wie für Mieter unbezahlbar werden.
Natürlich gibt es je nach Interessenlagen sehr unterschiedliche Vorstellungen dazu, wie die energetische Ertüchtigung der Wohngebäude instrumental umgesetzt wird.
