3. Fachkongress des VdW saar „Zukunft Saarland“

Saarländische Wohntrends 2020 

 

Über 330 Teilnehmer nahmen am dritten Fachkongress des Verbandes der saarländischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW saar) in seiner Veranstaltungsreihe „Zukunft Saarland“ am 17. November 2008 im Festsaal des Saarbrücker Schlosses teil, bei dem es um „Perspektiven für die Entwicklung der Städte und Gemeinden – Wohntrends 2020“ ging, und den der VdW saar in Kooperation mit dem saarländischen Ministerium für Umwelt und der Architektenkammer des Saarlandes durchführte. VdW saar-Vorstand Burghard Schneider betonte in seiner Einführung die integrative Herausforderung für alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angesichts der für das Saarland prognostizierten demographischen Entwicklungen mit dem großen Bevölkerungsrückgang in einem westdeutschen Flächenland (2008: über eine Million Einwohner, 2030: 100.000 Einwohner weniger, 2050: weniger als 800.000 Einwohner) und der Prognose, nach der im Jahr 2040 jeder dritte Saarländer älter als 65 Jahre ist. Es gelte, Strategien für das Land und seine Kommunen zu entwickeln, die sich nicht mehr über Wachstum definieren, sondern das Schrumpfen aktiv handelnd als Chance begreifen. Dabei müsse das Wohnen und Leben der Menschen in viel stärkerem Maß im Mittelpunkt der Stadtentwicklungsplanung stehen als bislang, weil attraktive Wohn- und Lebensbedingungen ein immer wichtiger werdender Standortfaktor für die Kommunen wird, so Schneider. Weil man dazu detaillierte Informationen über die Wohnwünsche und Trendentwicklungen des Wohnens benötigt, hatte der VdW saar dazu eine Studie für das Saarland beim InWIS Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bochum in Auftrag gegeben, die in dem Fachkongress aktuell präsentiert wurde. Die Ergebnisse dieser Studie „Wohntrends 2020 im Saarland“ wurden von Matthias Wirtz und Prof. Dr. Volker Eichener, Geschäftsführer bzw. Wissenschaftlicher Direktor des InWIS erläutert. Dabei wurde u. a. deutlich, dass die Wohnwünsche und -trends im Saarland zum Teil erheblich von denen im Bundesdurchschnitt abweichen. Die beiden Wissenschaftler wiesen in vielen Bereichen explizit darauf hin, welche Konsequenzen sich daraus für alle Akteure in den Kommunen ergeben, wolle man diese demographiefest machen.

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