
Wohnungswirtschaft aktuell
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des VdW Rheinland Westfalen,
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12. Symposium „Perspektiven für Wohnungsgenossenschaften“
Mobilität – Individualisierung – Polarisierung
Am 15. Oktober 2008 fand in Münster zum Thema „Gesellschaftliche Trends und genossenschaftliches Wohnen“ das 12. Symposium „Perspektiven für Wohnungsgenossenschaften“ des VdW Rheinland Westfalen in Kooperation mit dem IfG Institut für Genossenschaftswesen statt.
Verbandsdirektor Burghard Schneider hob in seiner Einführung das Auseinanderdriften von Arm und Reich besonders hervor, was sich auch auf die Mietzahlungsfähigkeit der Mitglieder auswirken kann. „Gerade die Genossenschaften können interessante Modelle zur Reduzierung der Mietbelastung im Alter anbieten“, stellte er fest. Für Prof. Dr. Theresia Theurl, geschäftsführende Direktorin des IfG, ging es bei den drei Trends Mobilität, Individualisierung und Polarisierung um die Auswirkungen auf den Member Value. Genossenschaftliches Eigentum sei eine mobilitätsadäquate Wohnform. Es müssten Nischenprodukte entwickelt und Nachbarschaften gefördert werden. Ulrich Bimberg, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauverein Solingen eG, ging als Angebot an die „Generation Mobil“ auf die Ansprache von Schwellenhaushalten ein. Uwe Schramm, Vorstandsmitglied der WohnBau Westmünsterland eG, empfahl als Strategie zur Vorbereitung auf künftig steigende Fluktuationsraten die Professionalisierung des Unternehmens. Karl-Heinz Abraham, Vorstandsvorsitzender des Wohnungsverein Herne eG, berichtete, dass die Genossenschaft für einen Verein ein Wohnobjekt errichtet, dessen Bewohner sich weitgehend selbst verwalten. Rainer Heubrock, Vorstandsmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG, stellte ein Neubauprojekt vor, bei dem die zukünftigen Bewohner auch die Grundrisse mitgestalten konnten. Ralf Zimmer-Hegmann, ILS Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Dortmund, informierte darüber, dass der Anteil des Mittelstandes an der Bevölkerung seit 2000 um acht Prozent gesunken ist. Von der gws-Wohnen Dortmund-Süd eG berichtete Vorstandsmitglied Johannes Hessel, wie in Kooperation mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen eine Mietschuldnerberatung aufgebaut wurde. Die weit über 100 Teilnehmer waren sich einig, gesellschaftliche Trends stärker beobachten zu müssen, um entsprechende Produkte anbieten zu können.
