Wohnungswirtschaft

Spielräume für Jung und Alt

 

Zum Thema „Spielräume in der Zukunft – auch für Erwachsene und Senioren – Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft“ fand am 14. August 2008 im Rahmen der Landesgartenschau NRW in Rietberg eine gemeinsame Fachtagung des VdW Rheinland Westfalen und des Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein- Westfalen e. V. statt. Mit dieser Tagung wurde die Tradition der gemeinsamen Veranstaltungen zur Wohnumfeldgestaltung im Rahmen der Landesgartenschauen fortgesetzt.
Bei der Eröffnung erklärte VdW-Abteilungsleiter Dr. Gerhard Jeschke, dass „ein attraktives Wohnumfeld mit Spiel-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten heute angesichts der demographischen Entwicklung eine Grundvoraussetzung für die Vermietbarkeit von Wohnungen und somit eine lohnende Investition im Hinblick auf Mieterbindung und Wertsteigerung von Wohnimmobilien ist“. Der bekannte Sportmediziner Prof. Dr. Heinz Liesen betonte, dass Spielräume Anreize für die Sinne bieten müssen. „Spielräume dürfen keinen Stress auslösen, sondern sollen Kreativität und Emotionalität fördern – und das für alle Altersgruppen“, forderte er. „Die Bewohnermitwirkung bei der Freiraumplanung hat in unserer Genossenschaft einen besonderen Stellenwert“, stellte Ulrich Bimberg, Spar- und Bauverein Solingen eG, fest. „Hierzu wurde eigens eine Spielplatz- und Freiraumkommission eingerichtet, die über ein Jahresbudget von 60.000 Euro verfügt“, berichtete er. Insgesamt machte die Tagung deutlich, dass die Bedeutung einer zielgruppenorientierten Wohnumfeldgestaltung unter Qualitätsgesichtspunkten zunimmt.