
Wohnungswirtschaft aktuell
Informations- und Kommunikationsplattform
des VdW Rheinland Westfalen,
VdW südwest und VdW saar
Treffpunkt Ehrenamt in Genossenschaften
130 ehrenamtliche Genossenschaftler diskutierten Fülle von Problemen
Am 24./25. Oktober 2008 sowie am 7./8. und 14./15. November 2008 fanden in Münster, Bad Neuenahr und Kassel die diesjährigen Treffpunkte „Ehrenamt in Genossenschaften“ des VdW Rheinland Westfalen und des VdW südwest mit insgesamt 130 Teilnehmern statt. Sie diskutierten eine Vielzahl von wohnungsgenossenschaftlichen Themen und Problemen.
Michael Seibt, Baugenossenschaft Freie Scholle eG, Bielefeld, diskutierte mit den Teilnehmern in einem Workshop Eckpunkte einer „Hausordnung“, die von den Mitgliedern für die Mitglieder einer Wohnungsgenossenschaft selbst erstellt wird. Erich Menger, Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Oppenheim eG, demonstrierte, dass auch bei kleinen Genossenschaften (196 Wohnungen) ein ausgeprägter Mitgliederservice, beispielsweise durch einen Dienstleistungsabend oder eine aufsuchende Beratung der älteren Mitglieder, möglich ist.
Melanie Hamdoune und Stephan Gerwing, beide Referat Rechtsangelegenheiten im gemeinsamen Drei-Länder-Büro des VdW Rheinland Westfalen und des VdW südwest in Bonn, informierten über die Einzahlungen auf Geschäftsanteile bzw. die Kündigung von Geschäftsanteilen und die Drittgläubigerkündigung nach § 66 Genossenschaftsgesetz. Anke Kirchhof und Jürgen Gnewuch, die Leiter der Steuerabteilung des VdW südwest bzw. des VdW Rheinland Westfalen, gaben einen Überblick über die Besteuerung von Genossenschaften (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer), die Neuregelung des Sammelantragverfahrens für Dividenden ab 2009, die EK 02-Abgeltungssteuer und die Besteuerung von Aufsichtsratsvergütungen. Hans-Joachim Palm, Referent für Betriebswirtschaft im Bonner Drei-Länder-Büro, erläuterte den Wirtschaftsplan als Ergänzung der Jahresrechnung einer Genossenschaft. Aufbauend auf der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung wurden die wirtschaftliche und geldrechnungsmäßige Rechnung dargestellt. Dr. Gerhard Jeschke, Referent Genossenschaftswesen im Drei-Länder-Büro, diskutierte mit den Teilnehmern die Vorteile einer Ausbildung im Berufsbild Immobilienkauffrau / Immobilienkaufmann. Dass auch kleinere Unternehmen ausbilden können, wurde am Beispiel der Verbundausbildung deutlich. In einem weiteren Beitrag stellte Jeschke die aktuellen Marketingaktivitäten der Genossenschaften sowohl auf regionaler Ebene als auch bundesweit vor.
