Zukunftsthema „Wohnen mit Demenz“

Kooperation Wohnungswirtschaft/soziale Dienstleister weiter ausbauen

 

Mit der Alterung der Gesellschaft wird die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen deutlich zunehmen. Damit verbunden sind für die Wohnungswirtschaft und die sozialen Dienstleister beträchtliche Herausforderungen – und zugleich enorme Potenziale, z. B. wenn, wie etwa in Wuppertal, in umgebauten, zuvor leer stehenden Wohnungen ambulant betreute Dementen-Wohngemeinschaften eingerichtet werden. Nach dem Prinzip „Vielfalt statt Norm“ sollte den individuellen Bedürfnislagen dieser heterogenen Zielgruppen möglichst mit differenzierten Strategien und Angebotsformen begegnet werden.
Dies war ein Ergebnis der gemeinsamen Tagung „Wohnen mit Demenz – Rahmenbedingungen, Bedürfnisse und Konzepte“ des VdW Rheinland Westfalen und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bezirk Westliches Westfalen in Gelsenkirchen. Der AWO-Vorsitzende Bodo Champignon betonte in seiner Einführung, dass die konkrete Kooperation zwischen der Wohnungswirtschaft und der Freien Wohlfahrtspflege längst „gelebte Praxis“ sei. „Durch die Vernetzung der jeweils unterschiedlichen Kompetenzen und Dienstleistungen gelingt es immer wieder, das Leben für viele, insbesondere ältere Menschen, lebenswerter zu gestalten“, sagte er. Die Betreuung Demenzkranker sei „eine der großen Herausforderungen, vor der das Sozialwesen unserer Gesellschaft steht.“

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